JUNG zwingt München, koreanisches Essen ernst zu nehmen. Yoons Bossam ist die ehrlichste Tellerkomposition der Stadt — und sein Galbi eine kleine Sensation.

Sechs Gänge. Eine Handschrift. Saisonal komponiert von Chef Min-jun Yoon — vorher Atomix New York, Hangawi Seoul. Vierzehn Sitzplätze, eine Sitzung.

Drei Wochen fermentiert. Drei Sekunden serviert.

Saisonale Komposition aus bayerischen Märkten und koreanischer Tradition. Rind aus dem Allgäu, Wolfsbarsch vom Bodensee, Kimchi aus eigener Fermentation.
Am heißen Stein. Vor Ihren Augen.

Hausgemachtes Baechu-Kimchi (drei Wochen fermentiert), Oi-muchim mit Gurke aus Reichersbeuern, Jangjorim mit langsam geschmorter Rindfleisch-Schulter.

Tagesfrisches Sashimi vom Bodensee-Wolfsbarsch, Chojang aus Gochujang-Reduktion und schwarzem Reisessig, Sesamblüten.

Vier Stunden geschmortes Schweinebauch-Konfit, Perilla-Blatt, Daikon-Kimchi, Ssamjang. Selbst gerolltes Ssam am Tisch.

Bayerisches Rind, kurz mariniert nach koreanischer Tradition, am heißen Stein serviert. Begleitet von Knochenmark-Brühe und Pajeon-Pfannkuchen.

Geriebenes Milcheis, Adzuki-Bohnen, hausgemachte Tteok-Reiskuchen, Kondensmilch aus Bayern, schwarzer Sesam.

Sechs Gläser kuratiert: Naturwein Bayern, koreanischer Makgeolli, Yuzu-Soju-Cocktail, Korean Plum Tea zum Abschluss.

Geboren in Seoul, aufgewachsen in München. Lehrjahre bei Hangawi Seoul, danach Sous-Chef bei Atomix NYC unter Junghyun Park. JUNG seit 2022. Auszeichnung Bib Gourmand 2025.
JUNG zwingt München, koreanisches Essen ernst zu nehmen. Yoons Bossam ist die ehrlichste Tellerkomposition der Stadt — und sein Galbi eine kleine Sensation.
Vierzehn Plätze, ein Menü, kein Spielraum für Beliebigkeit. Genau das macht JUNG zur seltenen Adresse, an die man sich erinnert — auch nach Monaten noch.
Die kompromissloseste Korean-Küche, die ich außerhalb Seouls gegessen habe. Yoon serviert Erinnerung, nicht Folklore.

Kimchi nach Großmutters Rezept.
Bayerischer Kohl, koreanische Zeit.
Möhlstraße 39, 81675 München
+49 89 987 654 32
Zwischen Prinzregentenstraße und Englischem Garten, in einer Souterrain-Galerie der Jahrhundertwende. Kein Schild — nur eine schwarze Tür.